Schäden durch Golf spielen vermeiden

Die Verletzungsanfälligkeit im Golfsport ist besonders hoch. Spezielle drehbare Schuhe sollen Abhilfe schaffen.

Golf spielen gilt als vergleichsweise sanfter Sport. Doch dieser Eindruck täuscht. Denn Golfspieler tragen ein viel höheres Risiko für Verletzungen als oftmals angenommen. Deutschlandweit hängen 40.000 Golfspieler jedes Jahr ihr Hobby an den Nagel, weil sie an chronischen Schmerzen an Rücken, Hüfte oder Knie leiden. Auslöser dieser Beschwerden sind ungünstige Belastungsmuster, falsche Spieltechnik und das Nichtverwenden von geeigneten Hilfsmitteln. „Golfspieler leiden signifikant unter orthopädischen Beschwerden als der nicht golfspielende Bevölkerungsdurchschnitt“, sagt Dr. Bernhard M. Zahn, Sportmediziner aus Berlin. Beim klassischen Golfschwung kommt es zu Verwindungen der Körperachsen und entsprechend hohen Torsionsbelastungen am Bewegungsapparat. Beim Durchschwung entstehen Beschleunigungskräfte von 0,6 bis 1 Tonne. Studien belegen, dass Rückenbelastungen mit 27 Prozent am häufigsten unter Golfsportlern auftreten. Es folgen Kniebeschwerden und -verletzungen (22 Prozent). An dritter Stelle stehen Schulterbeschwerden mit 17 Prozent. Dann kommen Fußprobleme (14 Prozent) und Hüftbeschwerden (5 Prozent). Das gilt vor allem für Freizeitgolfer. Profispieler wie Tiger Woods haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Woods hat bereits vier Operationen des Kniegelenks links und eine doppelte Fissur des Tibia Ruptur des Kreuzbandes rechts. Das deutsche Golf-Urgestein Bernhard Langer leidet unter chronischen Rückenschmerzen. Die klassischen golfspezifischen Bewegungsabläufe in Verbindung mit schlechter Technik sind ursächlich dafür. Aber auch die Verwendung von Golfschuhen mit Spikes steigert die Verletzungsanfälligkeit. Denn diese Schuhe sorgen dafür, dass Fuß- und Unterschenkel des vorderen Beins im Verhältnis zum Boden in einer weitgehend statischen Position gehalten werden. Beim Durchschwung kommt es dann zur Torsion der Rumpfachse gegen den fixierten vorderen Fuß um teilweise über 90 Grad. Der Free-Release Golfschuh ist eine gute Lösung für diese Problem. Denn beim Free-Release-Golfschuh ist unter dem Schuh eine Kunststoff-Spikes-Sohle mit neuartiger Drehmechanik fixiert. Beim Schwung dreht sich deshalb der Schuh mit, während die Sohle fixiert im Rasen bleibt. „Schmerzen im Sprunggelenk, Knie, Becken und Rücken haben mich veranlasst, die Schwungbiomechanik zu untersuchen. Ergebnis: Herkömmliche Golfschuhe wirken durch ihr Sohlensystem entgegen den Rotationskräften. Somit wird die Belastung durch herkömmliche Golf-Schuh-Sohlensystemen zu Gewalteinwirkungen, welche das 15-fache des Körpergewichts ausmachen können. Durch das FREE-RELEASE-System können wir diese Gewalteinwirkungen um bis zu 99 Prozent reduzieren“, erläutert Frank Drollinger von United Golfers. Der Effekt tritt ein, nachdem der Ball getroffen wurde. Er sorgt für eine Belastungsreduktion am Sprunggelenk, Knie, Hüfte und Wirbelsäule.